![]() 420, so viele Teile können erforderlich sein, um eines unserer hoch komplexen Uhrwerke herzustellen. Das braucht schlichtweg seine Zeit. Allein das Gravieren der unterschiedlichen Skalen auf einem Zifferblatt nimmt rund fünfzig Minuten in Anspruch. Zuletzt wird das Zifferblatt noch mit einer aufwändigen Versilberung versehen. Die Zeiger für die Stunden, Minuten und Sekunden verlangen je nach Uhrenmodell bis zu einem Tag intensiver Beschäftigung. Zunächst werden diese in traditioneller Weise mit einer Feile manuell abgerundet. Uhrmacher sprechen hierbei vom »Bombieren«. Bei stählernen Exemplaren folgt das Schleifen und Polieren. Zum Abschluss werden die Zeiger über einer Gasflamme so lange erhitzt, bis diese eine gleichmäßig leuchtend blaue Farbe angenommen haben. Unsere Werkplatinen, also jene Platten, in denen die beweglichen Teile eines Uhrwerks gelagert sind, bestehen aus bis zu fünf Millimeter starkem Hartmessing. Dadurch werden diese extrem stabil. In unseren computergesteuerten Bearbeitungszentren wird jede Bohrung für die verschiedenen Lager einzeln positioniert und angebracht. Dieses Verfahren nimmt mehr Zeit in Anspruch, als simultanes Bearbeiten mehrerer Bohrungen mit herkömmlichen Maschinen, ist dafür jedoch auch wesentlich präziser. Die elegant ausgeschenkelten Räder sind nicht gestanzt, sondern einzeln aus dem Vollen gefräst. Die Uhrmacher montieren diese dann auf massive, durchgehärtete Stahlwellen mit präzise geschnittenen Trieben. Zum dauerhaften Schutz gegen Oxydation erfahren alle Messingteile eine edle Vergoldung. Zur Steigerung des Wirkungsgrads und Reduzierung der Material-Abnützung werden Ankerpaletten aus Achat verwendet. Die Wellen der Zahnräder werden in Chatons mit gefassten Rubinlagern oder modernsten Präzisionskugellagern gelagert. Daraus ergeben sich äußerst kleine Antriebsgewichte und zudem ungewöhnlich lange Wartungsintervalle. Konsequenter Einsatz bestmöglicher Materialien, eigene Fräs- und Bearbeitungszentren und vor allem die hohen Ansprüche, die jeder Mitarbeiter an sich und seine Arbeit stellt, ermöglichen die einzigartige Sattler-Präzision. Bis ein neues Sattler-Werk endlich Platz in seinem Gehäuse findet, können bis zu zwei Jahre vergehen. Sehr viel Zeit, werden Sie sagen. Aber bezogen auf die Jahrhunderte, die eine Uhr aus der Manufaktur Erwin Sattler überdauern wird, ist das wiederum sehr wenig. Unsere Passion gilt Uhren, die auch künftige Generationen noch begeistern sollen. Und das rechtfertigt beinahe jeden Aufwand.Uhren für Generationen |



