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Beschreibung mit Animation
Technik im Detail sichtbar gemacht – Classica Secunda 1995

Auf den ersten Blick handelt es sich bei der Classica Secunda 1985 und der 1995 um die gleichen Uhren.

Die Gehäuse mit den verschiedenen Holzvarianten und das Pendel sind bei beiden Uhren identisch. Mit der Entwicklung und Herstellung des Modells Classica Secunda 1995 setzt die Firma Erwin Sattler die große Tradition der Präzisionspendeluhren auf eindrucksvolle Weise fort. Das im Sekundenkreis durchbrochene Zifferblatt und die Ausfräsung in der Vorderplatine des Uhrwerks ermöglichen den Blick auf die vergoldeten Zahnräder und die Grahamhemmung mit den Achatpaletten.
Ein besonders liebevolles Detail ist die bombierte und polierte, sternförmige Gangradbrücke aus Edelstahl, die mit polierten und gebläuten Schrauben befestigt ist.
Als weiteren Unterschied zu dem Modell 1985 erhält diese Uhr eine aufwändige, kugelgelagerte Seilrolle für das Aufzugsgewicht.
Auch bei dieser Uhr gestattet ein Glas im Dach den Lichteinfall auf das Uhrwerk und eine Beleuchtung von oben. Die Zubehörteile verbergen sich in einem integrierten Zubehörfach im Boden des Gehäuses.
Das höchst präzise gearbeitete Werk, dessen einzige Funktion darin besteht, die Zeit genauestens zu messen, erreicht eine Ganggenauigkeit von circa ein bis zwei Sekunden pro Monat.
Um diese anspruchsvolle Aufgabe erfüllen zu können, muss das 30-Tage Uhrwerk kompromisslos konstruiert und ausgeführt sein. Die vergoldeten Räder drehen sich mit Wellen aus schwedischem Spezial-Stahl. Diese wiederum sind unter Verwendung von 5 Kugellagern und 11 Rubinlochsteinen in zwei Werkplatinen aus 4 mm starkem Hartmessing gelagert. So werden Wirkungsgrad und Dauerhaftigkeit erhöht. Die Lochsteine aus sehr hartem Rubin sind in diamantgedrehten Chatons gefasst und mit jeweils drei flachpolierten Edelstahlschrauben in den Werkplatinen verschraubt.
Diese Platinen sind feingeschliffen und zur Veredelung glanzvernickelt. Dadurch erhält man einen besonders schönen Kontrast zu den vergoldeten Zahnrädern. Die Graham-Hemmung mit Steinpaletten bürgt für eine gleichmäßige Übertragung der Energie auf das Pendel. Während des Aufziehvorgangs übernimmt ein sogenanntes Gegengesperr den Pendelantrieb.
Die feinen »Poire« Zeiger sind nach klassischen Vorbildern gestaltet. In aufwändiger Handarbeit werden diese bombiert, poliert und blau angelassen.
Die Herstellung aller Einzelteile der in exklusiven Kleinserien von maximal zehn Exemplaren handgefertigten Sattler Uhren dauert im Schnitt zwei Jahre, so dass diese Preziosen mit Fug und Recht inzwischen weltweit als hohe Kunst der Großuhrmacherei angesehen werden.

Das Gehäuse:
Maße ( Höhe x Breite x, Tiefe ): 145 x 37 x 18 cm
Ausführung: Schwarzer Schleiflack, Schwarzer Schleiflack / Nussbaum, Nussbaum, Kirschbaum/Olive, Ahorn
Gläser: Facettiert

Uhrwerk:
Sattler Kaliber: 1955-5
Gangdauer: 30 Tage
Antrieb: Gewicht 3.000 g an loser Rolle
Schlagzahl: 3.600 / h = 60 / min
Hemmung: Ruhende Ankerhemmung mit Achatpaletten
Gangregler: Invarpendel ø 12 mm Temperatur- und Luftdruckkompensation mit Zeigerinstrument als Barometer
Stellweite (Platinenabstand): 42,7 mmmm
Präzisions-Kugellager: 5
Rubinlager: 9 in verschraubten Chatons

Besonderheiten:
Sekundenpendel
Strasser-Pendelzylinder
Seilrolle kugelgelagert
sichtbare Hemmung
Gegengesperr